Da meine Therapie schon seit ein paar Wochen läuft möchte ich in meinem ersten Eintrag nachtragen wie ich zu  meiner Psychotherapeutin kam und wie weit wir im Moment sind.

Seit Oktober letzten Jahres mache ich eine Psychotherapie 

Fr. G meine Psychotherapeutin ist eigentlich Gestaltstherapeutin in der Klinik Albblick in Neutrauchburg. Seit Oktober ist sie bei Fr. Bastian und Fr. Kramer in einer privaten Praxis in Isny mit eingestiegen da sie zusätzlich eine Ausbildung zur tiefenpsychologischen fundierten Psychotherapie macht. 

Den Schritt für eine weitere Therapie habe ich unternommen als ich im Juni und Juli 2011 für vier Wochen in der Klinik am Zauberwald eine Mutter-Kind Reha machte, da ich körperliche Schwierigkeiten hatte. Nach dem vierwöchigen Aufenthalt sprach ich das erstemal auch offen und ehrlich mit meinem neuen Hausarzt,der mir ja die Mutter und Kind Kur ans Herz legte, über meine psychischen Probleme. Darauf bekam ich von ihm Citalopram verschieben und bekam eine Überweisung für eine Psychotherapie. Nach vielen Telefonaten gelangte ich durch einen Glücksfall an Fr.Gawronski wo ich sehr schnell einen Termin bekam. Nach einigen Sitzungen war mir klar das ich mich sehr gut aufgehoben fühlte und auch Fr. G konnte sich gut vorstellen mit mir zu arbeiten. Ebenso hat sie durch ihre Arbeit in der Klinik auch viel Erfahrungen mit Traumapatienten. Ich betone das nur weil ich heute aus eigener Erfahrung weiß das dies sehr wichtig ist. Viele meiner körperlichen Probleme sind Reaktionen auf meine vorherige Therapie den obwohl mein Körper schon Reaktionen zeigte, wurde ich weiter retraumatisiert weil total veraltete und überholte Therapieformen zum Einsatz kamen. Was ich natürlich damals nicht wusste.

Seit ich das Citalopram nehme komme ich sehr zur Ruhe. Sicher habe ich Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Verstopfung,trockener Husten und leider auch immer wieder und Gallenkoliken weil meine Leber zu dickflüssigen Gallensaft produziert was auch eine Kreuzwirkung sein kann da ich noch durch eine andere Erkrankung Medikamente einnehmen muss. Aber diese Nebenwirkungen sind trotz allem ertragbar im Gegensatz wie es in meinem inneren aussieht.

Durch die Therapie habe ich angefangen sehr viel zu malen und Dinge die mich beschäftigen zum Ausdruck zu bringen. Auch hilft es mir in den Sitzungen weiter, wenn ich mal nicht so richtig reden kann keinen Anfang finde, schauen wir die Bilder an , suchen eins raus und reden darüber was ich mit diesem Bild ausdrücken wollte.

Nach einigen Sitzungen stellte meine Therapeutin nun den Antrag auf Psychotherapie. Mit der Diagnose das ich unter einer komplexen PTSD ( Posttraumatischen Belastungsstörung ) und Depressionen leide. Um mich besser zu verstehen gab mir meine Therapeutin einen sehr guten Text zu lesen mit dem Titel. Bin ich verrückt?  Dieser Artikel wendet sich an die Betroffenen und ihre Angehörigen selber. Er ist sehr verständlich für jedermann. Diesen Artikel findest Du auch im Internet hier : BIN ICH VERRÜCKT??

Auch habe ich von meiner Therapeutin ein sehr tolles Buch bekommen.

Trauma - Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen. Es ist ein Übungsbuch für Körper und Seele.

Was mir auch hilft zum entspannen ist die CD  von Shaina Noll - Songs for the Inner Child.

 

 

Therapie vom Donnerstag 12.01.2012

Heute hatte ich meine Sitzung schon bereits um 9.00 Uhr. Ich selber finde die Uhrzeit ganz ok, den ich habe nach der Sitzung noch Zeit für mich selber, bevor die Kinder aus der Schule kommen. Am Anfang kam ich wieder sehr schwer in das Gespräch. Auch hatte ich seit meiner letzten Therapie nichts gemalt , mein Patenkind verbrachte ein Teil seiner Ferien bei uns. Ausserdem hatten wir unser eigenes Hallenturnier. Doch wie immer half mir meine Therapeutin. Sie fragte mich wie mir die Tage in meiner alten Heimat gefallen haben. Zwar waren wir ja nicht an den Weihnachtsfeiertagen in Kirchheim aber da meine Schwiegereltern am 29.12 ihre goldene Hochzeit feierten und mein Bruder am 30.12 seinen Geburtstag waren wir eine Woche später dort. So kamen wir dann doch sehr schnell ins Gespräch. Ich hatten in den Tagen ja auch eine Begegnung mit meinen Eltern. Doch beide Tage waren ok. Auf der goldenen Hochzeit war es lustig und bei meinem Bruder seinem Geburtstag war es ein bisschen ruhiger und trauriger. Seine Schwägerin hatte drei Tage vor hl. Abend eine stille Geburt, ihr kleines Mädchen hatte sich zwei Tage vor dem geplanten Kaiserschnitt im Bauch stranguliert. Silvester waren wir wieder im Allgäu im Gepäck meinen Neffen der spontan mit uns zusammen ins neue Jahr feiern wollte. Als wir etwas intensiver über meine Eltern sprachen, musste ich mich sehr konzentrieren um nicht abzudriften und im Raum zu bleiben. Danach fragte sie mich wie es mir jetzt gehe, wiedereinmal zuckte ich mit den Achseln. Und ich hatte mal wieder einen große Wut auf mich weil ich so eine einfache Frage nicht beantworten konnte. Ich sagte es ihr auch und sie sagte, sie wünschte sich das ich mal sagen würde, das sie mich nicht immer den gleichen Scheiss fragen soll, wenn sie doch weiß das ich keine Antwort habe. Ich erklärte ihr das ich das nicht kann und wenn ich es mal kann mich Schuldgefühle oder die Angst der andere könnte Böse auf mich sein auffrisst.

Ich muss dazu erklären das ich wirklich oft nicht erkenne was ich fühle bzw. nichts fühle. Wut und Aggression ja die fühle ich und die kommt auch durch doch Freude, Trauer, diese Gefühle regen sich nicht in mir. Danach erklärte sie mir das es ok ist, wenn ich nichts fühle und durch die Geschehnisse normal. Ich solle erstmal anfangen meinen Körper wahr zu nehmen. Und schauen wo ich im Moment das meiste Gefühl habe, Schultern, Beine und so weiter. Also werde ich auch in Zukunft öfter versuchen ein wenig auf meinen Körper zu hören. Die Stunde ging dann doch sehr schnell rum. Der Antrag ist nun auch vollständig an die Krankenkasse raus und ich hoffe bald eine Antwort zu erhalten. Leider ist meine Therapeutin die nächsten drei Wochen nicht da. Also habe ich meine nächste Sitzung erst am 08.02.2012 um 11.00 Uhr wieder. Ich vermute diese Zeit wird mir sehr lange vorkommen. 

 

 

 

 

 

Dieses Bild trägt den Titel Chaos-Schwindel. Gemalt habe ich es mit Ölkreide. Es soll zeigen wie es mir geht wenn ich abspalte.und abdrifte, wenn mich ein Thema im Gespräch überfordert.


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