Bevor ich die komplexe PTSD erklären kann muss ich auf die einfache PTSD eingehen

PTSD ist die Abkürzung für eine Posttraumatische Belastungsstörung.

Eine PTSD kann unmittelbar nach einem traumatischen Ereignis, auch auch Wochen und Monate verzögert einsetzen.Rund ein viertel der Menschen, die eine außergewöhnliche bedrohliches Ereignis erleben mussten, entwickeln eine posttraumatische Belastungsstörung, Charakteristisch sind die drei folgenden Kriterien

Wiedererleben Wiedererleben in Form Nachhallerlebnissen ( Flashbacks). Diese angstbesetzten Erinnerungszustände können auch in Form von Albträumen auftreten. Flashbacks lösen oft heftige körperliche Reaktionen aus, so als befände man sich wieder in der traumatischen Situation

Vermeidung Personen die unter eine PTSD leiden meiden Situationen, Orte und Menschen die Erinnerungen an das belastende Ereignis auslösen können. Auslöser ( Trigger ) für Flashbacks kann in Prinzip alles sein was zur Verknüpfung mit dem Trauma führt. Ein Geruch, ein Geräusch, ein bestimmter Geschmack. Auch ein bestimmtes Gefühl ( z.B Hilfslosigkeit ) oder auch ein körperlicher Zustand (erhöhter Puls und Schwitzen beim Sport )

Anhaltende Übererregung Aufgrund einer chronischen Stressreaktion besteht das Gefühl ständiger Bedrohung. Symptome sind Unruhe, Überwachsamkeit, Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfüng und mangelnde Belastbarkeit.

 

Bei einer komplexen PTSD kommen folgende Kriterien dazu.

Störung der Affektregulation Diese äußern sich vorallem in Schwierigkeiten, Gefühle wahrzunehmen, zu unterscheiden und angemessen zum Audruck zu bringen.

Wie fühlt sich Angst, Wut , Trauer an ?

Wo im Körper nehme ich Gefühle wahr?

Überdeckt Angst alle anderen Gefühle?

Kontrollieren mich die Gefühle oder kann ich Einfluss nehmen ?

 

Diese mangelnde Steuerungsfähigkeit kann sich in selbstschädigen Verhalten (z.B Selbstverletzung, Suizidgedanken ggf. Suizidversuchen, riskantes Sexualverhalten ) zeigen. Impulsivität und starke Stimmungsschwankungen kennzeichnen dissoziative Störungen.

Aufmerksamkeitstörung : Störung der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins äußern sich in Erinnerungslücken oder dissoziativem Verhalten.

Somatisierung: Diese äußert sich in körperlichen Beschwerden und Schmerzen

Persönlichkeitsveränderung Äußern sich in einer veränderten Selbstwahrnehmung ( chronische Schuldgefühle, Gefühl der Ohnmacht, Hilflosigkeit etc. ) und einer verzerrten Wahrnehmung des Schädigers ( z.B in Schutz nehmen, Idealisieren) und auch in einer Veränderung der Beziehung zu anderen Menschen ( z.b Unfähigkeit anderen Menschen zu vertrauen )

 

 

 

 

 


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